Zu Moshé Feldenkrais (1904 – 1984)

Die Feldenkrais Methode ist nach dem Begründer Moshé Feldenkrais benannt. Der Wissenschaftler und Judomeister hat aufgrund einer Knieverletzung in jahrzehntelanger Forschungsarbeit diese wirksame Lern- und Bewegungsmethode entwickelt. Mit seiner Leidenschaft für die innere Mechanik, vor allem der menschlichen Bewegung erforschte er das Zusammenspiel von Nervensystem, der Muskulatur und dem Skelett und entwickelte daraus die Feldenkrais Methode.
Sie hat Einfluss auf unser Denken, Handeln und unsere Seele.

Zitat :
"Wir handeln dem Bild nach, das wir von uns machen. Ich esse, gehe, spreche, denke, beobachte, liebe nach der Art, wie ich mich empfinde. Dieses Ich-Bild, das einer sich von sich macht, ist teils ererbt, teils anerzogen; zu einem dritten Teil kommt es durch Selbsterziehung zustande." (Feldenkrais, M.: Bewußtheit durch Bewegung. Suhrkamp 1978, S. 19)

Wie erleben wir die Feldenkrais Methode® ?

Als Kinder haben wir uns spontan, spielerisch, erforschend in die Welt hinaus bewegt und dabei Neues gelernt und in unseren Bewegungsspielraum aufgenommen.

Werden wir älter, stossen wir mehr an Grenzen unserer eigenen Beweglichkeit. Erlernte Muster hindern uns, uns leichter und mit weniger Anstrengung zu bewegen.

Auch als Erwachsene können wir wieder lernen, neugierig zu sein, uns einfacher zu bewegen durch gezielte Aufmerksamkeit und Schulung unserer (Körper)- Wahrnehmung. Ohne Leistung und Vergleichen mit andern, sondern nur mit uns selber können wir Unterschiede in der gewohnten Körperempfindung wahrnehmen und verändern, neue Varianten von Bewegungen kennen lernen. In einer wohltuenden, entspannten Umgebung ist es möglich, unser Körperbild und zugleich unsere Bewegungen zu verändern und vielfältiger zu gestalten.
Unser Gehirn koordiniert alle unsere Bewegungen und Handlungen und ist fähig, ständig zu lernen und neue Bewegungen zu integrieren.

Zitat:
»Bewusstheit durch Bewegung führt zur Selbsterkenntnis und zur Entdeckung bislang ungeahnter Möglichkeiten in uns selbst. Statt Fehler zu vermeiden, verwenden Sie sie lieber absichtlich als Alternativen für das, was Sie zunächst als richtig empfinden. Es könnte sein, dass Richtig und Falsch bald die Rollen tauschen.«